„Eine Stadt, die in Netzwerken denkt“

OB Manuel Just leitete zum letzten Mal den Runden Tisch Gewaltprävention für Kinder und Jugendliche

Netzwerke im Bereich der Bildung sind eine Weinheimer Spezialität. Sie bringen Expertinnen und Experten an einen Tisch, auch wenn die Anlässe dazu weniger schön sind. Der „Runde Tisch Gewaltprävention“ hat sich vor vier Jahren gegründet, als sich Kinder und Jugendliche im strafmündigen Alter auf der Straße gegenseitig bedroht und angegriffen haben – ein besonders schwerer Fall ging durch die Medien. Damals trommelten Oberbürgermeister Manuel Just und seine Bildungsamtsleiterin Carmen Harmand alle Bildungsakteure, die nahe an Familien und Kindern arbeiten, zusammen: Zum Beispiel Vertrauenslehrer, Schulleiter, Schulsozialarbeiter, aber auch das Amt für Soziale Angelegenheiten, das Jugendamt, den Stadtjugendring, Vertreter des Jugendgemeinderates, Polizei, Ordnungsamt und die Familienberatungsstelle.Seither trifft sich das informelle Gremium mindestens einmal im Jahr, um aktuelle Bedarfe und Themen zu besprechen. Eingeladen sind immer auch Vertreter der Landespolitik. Jetzt nahm Landtagsabgeordnete Fadime Tuncer am Treffen teil. Konkrete Projekte sind dadurch entstanden, wie ein Elterntraining oder das Angebot „Sport um Mitternacht“. Die gute Nachricht jetzt beim Netzwerktreffen im Rathaus war: Die Lage ist bei Weitem nicht mehr so akut und dramatisch, wie es der Anlass vor vier Jahren war.Aber der Bedarf nach Austausch ist nach wie vor groß, wie alle Teilnehmer betonten. Es war das letzte Treffen unter der Leitung von Oberbürgermeister Manuel Just vor seinem Wechsel aufs Landratsamt. Stellvertretend für alle übernahm Petra Waible als Geschäftsführende Schulleiterin die Verabschiedung. „Herzlichen Dank für die Möglichkeit, uns so gut zu vernetzen“, erklärte sie dem scheidenden OB, der sich seinerseits wünschte, „dass dieses Projekt nicht ausläuft“. Er habe die Erfahrung sehr gerne gemacht, durch den Austausch „das Gefühl zu behalten, wie es bei der Jugend in der Stadt aussieht“. Wie die Vergangenheit bewiesen habe, sei man damit auch schnell bereit zu reagieren, falls es erforderlich wird. In seiner Amtszeit habe er es sehr positiv empfunden, „wie diese Stadt in Netzwerken denkt“.Bei einem Erfahrungsaustausch wurde klar, dass ein übermäßiger und falscher Medienkonsum vieler Jugendlicher derzeit ein drängendes Problem darstellt. Etliche Jugendliche zeigen dabei Abhängigkeitssymptome, Eltern und Pädagogen bräuchten Beratung und Hilfe bei der Mediensensibilisierung – mitunter aber auch therapeutische Betreuung.Akteure des Runden Tischs vereinbarten, eine kleinere Arbeitsgruppe zu gründen, um dieses Thema im Detail zu beraten und herauszufinden, wie es am Bildungs- und Familienstandort Weinheim Ansätze geben kann, die Situation zu verbessern.

(Erstellt am 10. April 2026)

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