Jetzt wird Giselher frischgemacht

Siegfried und Gernot waren schon dran, jetzt widmet sich die Stadt dem Giselher. Zumindest der Straße, die nach ihm benannt ist, einer Hauptperson der Nibelungensage.

Der Gemeinderat soll am Mittwoch (in öffentlicher Sitzung ab 18 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses) einen entsprechenden Auftrag vergeben, damit auch der dritten Abschnitt der Kanal- und Straßensanierung im Nibelungenviertel umgesetzt werden kann. Der Ausschuss für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung hat in der vergangenen Woche bereits eine positive Empfehlung für die Auftragsvergabe ausgesprochen.
Die vorhandenen Schächte und Kanäle im Nibelungenviertel sind in den 40er- und 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut worden und aufgrund von zunehmend schlechten Zuständen und unzureichender hydraulischer Leistungsfähigkeit nicht mehr ausreichend, argumentieren die Tiefbauingenieure der Stadt.
Der erste Bauabschnitt in der Siegfriedstraße bis Einmündung Steubenstraße und der Gernotstraße wurde vergangenes Jahr fertiggestellt. Der Bauabschnitt Kriemhildstraße zwischen dem Langgassenweg bis Einmündung Hagenweg ist auch bis auf Restarbeiten abgeschlossen. Die Giselherstraße soll sich nun als dritter Bauabschnitt anschließen. Dabei wird der Mischwasserkanal auf einer Länge von rund 280 Meter erneuert. Die Rohre
sind noch aus Steinzeug- und Beton. Gemäß einer Entwässerungsplanung ist die besagte Strecke mit neuen Rohren auf Durchmesser von DN 300 und DN 400 zu erhöhen. Auf der gesamten Baustrecke wird im Anschluss an den Kanalbau die
Asphaltfahrbahn auf ganzer Breite grundhaft erneuert.
 
Wegen der beengten Verhältnisse ist keine halbseitige Sperrung möglich. Die Umleitung im reinen Wohngebiet kann aber über parallel laufende Straßen erfolgen. Die Anwohner können immer möglichst weit an ihre Grundstücke heranfahren. Nähere Informationen an die Anwohner erfolgen frühzeitig vor Baubeginn.
 
Der Gemeinderat soll die dazu erforderlichen Arbeiten in der öffentlichen Sitzung vergeben. Die Michael Gärtner GmbH aus Eberbach hat mit einer Angebotssumme von brutto rund 912 000 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Es liegt mit sogar
unter der Auftragswertschätzung
Es geht in der Sitzung außerdem um die Rechtsverordnungen für die Kerwen in den Ortsteilen Hohensachsen und Oberflockenbach sowie um den Einsatz des „Bauturbos“ bei Baumaßnahmen.