Die Realität einen Moment vergessen

Russland, Ukraine, Iran, Weltwirtschaftskrise, Drohgebärden, Kriege und Krisen – die Welt rast. Oder wie es die Weinheimer Künstlerin Anne Sophe Koch ausdrückt: „Unser Leben ist überflutet von Informationen, Unsicherheit und Ängsten.“

Mit ihrer Malerei, insbesondere mit ihrer neuen Ausstellung „Natur im Fokus - Meer-Licht-Weite“ will sie bewusst ein Gegengewicht zur Dramatik der Zeitläufe setzen. Die Ausstellung wird bis zum 30. Juli im Museum der Stadt am Amtshausplatz zu sehen sein. 

Die vom Museum organisierte Ausstellung mit Anne Sophie Koch, die in der Weinheimer Nordstadt ihr Atelier hat, ist schon die zweite Kunstausstellung in diesem Jahr im altehrwürdigen Deutschordenshaus. Gerade erst ist die Ausstellung zum 40-jährigen Bestehen des Kunstfördervereins Weinheim (und aus Anlass des 30. Geburtstags der „Reiterin“ mit der Berliner Künstlerin Sabina Grzimek abgeschlossen worden. Der Kunstförderverein, das Museum und der Förderkreis nutzen einige Synergieeffekte und arbeiten sehr gut zusammen, wie Gerard Berger vom Kunstförderverein und Dr. Alexander Boguslawski vom Förderkreis bestätigen. Derzeit wird sogar eine größere Schenkung vorbereitet, mit der ein kostbares Kunstwerk dauerhaft im Museum einen Platz bekommen soll.
Im Frühjahr gab der Förderkreis schon mit einer Ausstellung und einer Vortragsreihe über Orte und Anlässe der Demokratiegeschichte in Weinheims ein gutes Bild ab. „Der Förderkreis will auch weiterhin für das Museum aktiv sein“, kündigt Alexander Boguslawski jetzt an: Geplant ist eine Fotoausstellung mit „Kleindenkmalen“ in Weinheim, die von einer Gruppe Freiwilliger im Rahmen eines Projekts des Rhein-Neckar-Kreises dokumentiert wurden, darunter auch Objekte, die nicht jeder kennt. Längerfristig soll ein Projekt mit dem Arbeitstitel „Weinheimer Migrationsgeschichte“ entstehen.

Zunächst aber „Natur im Fokus“ ab 12. Juni: Anne Sophie Kochs Malerei gibt dem Betrachter die Möglichkeit innezuhalten. Sie selbst beschreibt ihre Intention so: „Fein gemischte Farben, Weite, Licht, Meer, Wasser, verführen zum Träumen und lassen die Realität für eine gewisse Zeit vergessen.“

Obwohl das Museum zwischen 1. Juni und 1. September eigentlich nur an den Wochenenden geöffnet hat (Samstag 14 Uhr bis 17 Uhr und Sonntag 11 Uhr bis 17 Uhr), sorgt der Förderkreis mit ehrenamtlichem Einsatz dafür, dass während der Ausstellung auch unter der Woche Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in der Zeit von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet ist.

(Erstellt am 14. Juni 2026)

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