Gemeinsam für ein kühleres Weinheim
Die anhaltende Hitze stellt nicht nur für die Menschen eine Herausforderung dar, sondern auch für die städtischen Bäume. Diese grünen Lungen der Stadt leisten einen unersetzlichen Beitrag zur Klimawandelanpassung – und brauchen jetzt unsere Unterstützung. Der Bauhof der Stadt Weinheim kümmert sich regelmäßig um die Bewässerung der Jungbäume im öffentlichen Raum, aufgrund der extremen Trockenheit und Hitze freuen sich jedoch auch die älteren Bäume über regelmäßige Wassergaben. Dies könne der Bauhof alleine nicht leisten, so die Stadt, die daher alle Weinheimerinnen und Weinheimer aufruft, die Bäume in ihrer Nachbarschaft gezielt und effektiv zu gießen.
Warum Bäume für das Stadtklima so wichtig sind, erklärt Antje Beckmann. Umweltschutzbeauftragte bei der Stabstelle für Klimaschutz.
Bäume sind Multitalente
Sie betont: „Städtische Bäume sind wahre Multitalente im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels.“ So kann ein großer Baum durch Verdunstung die Temperatur in seiner Umgebung um bis zu fünf Grad senken – eine natürliche Klimaanlage, die Hitze-Hot-Spots in der Stadt reduziert. Bäume, erklärt sie, filtern Feinstaub, Stickoxide und CO₂ aus der Luft und produzieren gleichzeitig Sauerstoff. Durch ihre Wurzeln und Blätter regulieren Bäume den Wasserhaushalt. Sie speichern Regenwasser und entlasten so die Kanalisation bei Starkregen. Grüne Räume fördern die Gesundheit, reduzieren Stress und bieten Lebensraum für Tiere.
Antje Beckmann gibt auch Tipps für richtiges Wässern und damit eine nachhaltige Unterstützung. Mindestens 100 Liter auf einmal pro Woche sind besser als täglich nur eine Gießkanne. So dringt das Wasser tief in den Boden ein und erreicht auch die tieferen Wurzeln. Wässern am besten morgens oder abends, um Verdunstungsverluste zu minimieren. Möglichst den gesamten Wurzelbereich wässern und möglichst Regenwasser aus einer Tonne oder Zisterne nutzen.
Baumpatenschaften möglich
Antje Beckmann spricht auch die Möglichkeit an, dass sich Bürgerinnen und Bürger langfristig und dadurch besonders nachhaltig engagieren können. „Wer sich langfristig engagieren möchte, kann eine Baumpatenschaft für einen städtischen Baum übernehmen“, bietet sie an. Pate oder Patinnen können auch die Baumscheibe vor ihrem Haus bepflanzen – zum Beispiel mit bienenfreundlichen Stauden. So entsteht ein kleiner, pflegeleichter Blühstreifen, der das Stadtbild verschönert und Insekten Nahrung bietet.
Alle Informationen zu den Baumpatenschaften und was bei der Bepflanzung zu beachten ist sowie die Patenschaftsvereinbarung findet man auf der Internetseite der Stadt Weinheim unter www.weinheim.de/umweltschutz
Auch auf privaten Flächen
Die Stadt Weinheim unterstützt auch Bürgerinnen und Bürger, die auf ihrem Grundstück mehr Grün schaffen wollen. Ob Bäume pflanzen, Dächer oder Fassaden begrünen – mit den Förderprogrammen der Stadt wird es leichter, einen Beitrag zu Klimaschutz und -anpassung zu leisten. Die Umweltbeauftragte wirbt: „Gemeinsam gestalten wir Weinheim grüner und lebenswerter.“
Alle Informationen zu den Fördermöglichkeiten unter: www.weinheim.de/foerderung
